Design Thinking Workshop am 06.09. in Braunschweig

Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten (TU Braunschweig, Jacobs University Bremen, AKAD University und Oskar Kämmer Schule) fand am 06.09. ein kreativer Design-Thinking-Workshop im DenkRaum Braunschweig statt.

Design Thinking ist eine kreative Herangehensweise der Ideengenerierung, die sich stark an den Bedürfnissen von Nutzer/-innen orientiert. Die Kreativmethode setzt auf Ideenfindung in interdisziplinären Teams und Methodenvielfalt, um nutzer/-innenzentrierte Lösungen für komplexe Probleme zu finden – ideal für unser Projekt StudyBuddy! Sieben Stunden vergingen so wie im Flug. Der DenkRaum in Braunschweig bot als geräumige, interaktive Workshop Location eine großartige Möglichkeit, um kreativ an den kommenden Eckpfeilern des StudyBuddy-Projekts zu arbeiten. Moderiert wurde das Kreativformat von Prof. Dr. Christoph Lattemann und Pia Gebbing von der Jacobs University Bremen. Trotz der Einschränkungen durch die Einhaltung der Hygienevorschriften bat sich so erstmals die Gelegenheit für alle Projektbeteiligten, sich gegenseitig kennenzulernen.

Um kollaborativ an spannenden Ideen feilen zu können, wurden zu Beginn interdisziplinäre Teams gebildet, in denen die Teilnehmenden zunächst ihre persönlichen Wünsche, Erwartungen und Ziele an das Projekt formulierten. Um das Vorhaben aus der Brille aller relevanten Interessengruppen zu betrachten, fertigte jede Gruppe anschließend eine Stakeholder Map an. Wir versetzten uns in die Lage der einzelnen Stakeholder (z. B. verschiedene Lernende und Lehrende in der Weiterbildung) und definierten darauf aufbauend erste relevante Bedürfnisse. Besonders interessant wurde es bei der Erstellung sogenannter Personas, mit denen einzelne Zielgruppen genauer unter die Lupe genommen wurden. Beispielsweise die ehrgeizige Svenja, die ihre Weiterbildung unbedingt sehr gut abschließen möchte, sich aufgrund von Zeitmangel aber nur schwer zum kontinuierlichen Lernen motivieren kann. Am Ende ergab sich ein gemeinsames Verständnis der Problem- und Bedürfnisserfassung aus Lernendensicht in allen vier Gruppen: (fehlende) Motivation und ein effektives Zeitmanagement wurden als die beiden wichtigsten Herausforderungen identifiziert, bei denen ein StudyBuddy unterstützen sowie Lernende begleiten sollte.

Generierung von Personas: Wer ist die Zielgruppe des StudyBuddys?
Generierung von Personas: Wer ist die Zielgruppe des StudyBuddys?

Wir konkretisierten die Bedürfnisse und überführten sie in greifbare Metaphern (z.B.: “Der Coach motiviert Svenja zum regelmäßigen Training für den Ligaaufstieg”). In der nächsten Phase sammelten wir zahlreiche Ideen und Impulse, um die Motivation von Lernenden anzuregen und gesundes Zeitmanagement in Weiterbildungsmaßnahmen zu fördern. Der Workshop mündete in die Konzipierung erster Prototypen: z. B. der Idee eines Lern-Tamagotchis, welches mit Wissen gefüttert werden muss, ein Persönlichkeitstest zur personalisierten Lernbegleitung oder eine gamifizierte Lernfortschrittsanzeige mit Push-Funktionen zur Unterstützung im Zeitmanagement. Die vier Gruppen tauschten sich während der Abschlusspräsentation über die generierten Ideen aus. Ein reger Austausch, auch mit noch weiteren digital zugeschalteten Gästen, führte zu vielen neuen und wegweisenden Impulsen. Das “Get Together” am Abend - über den Dächern von Braunschweig - durfte zum Ausklingen des Tages natürlich auch nicht fehlen.

Prototypenkonzipierung: Der StudyBuddy als Lern-Tamagotchi
Prototypenkonzipierung: Der StudyBuddy als Lern-Tamagotchi

Alle Verbundpartner sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen sowie Anregungen, welche sich im Verlauf der Projektlaufzeit ergeben und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Nun sind Ihre Vorschläge erbeten: Was müsste Ihrer Ansicht nach ein StudyBuddy alles können, um Lernende am besten in Hinblick auf die Aspekte Motivation und Zeitmanagement zu unterstützen? Das Projektteam freut sich auf Ihre Ideen.

Dr. Ricarda Schlimbach
Dr. Ricarda Schlimbach
Projektkoordinatorin StudyBuddy

Als Projektkoordinatorin des Verbundprojektes vernetze ich die Verbundpartner und die assoziierten Partner untereinander und bin die erste Ansprechpartnerin für das Projekt in der Außenkommunikation. Mir liegt eine kollaborative Zusammenarbeit am Herzen und ich kümmere mich um die gemeinsame erfolgreiche Umsetzung des Projektplans und die Verbreitung von (Zwischen-) ergebnissen sowie die Kommunikation mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung. Natürlich forsche ich auch selbst aktiv im Forschungsprojekt mit.

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